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Alexander Schalk ist Regionalleiter West im Hessischen Golfverband (HGV) | Bild: Jan-Felix S.

Was macht ein Regionalleiter beim Hessischen Golfverband?

Alexander Schalk (Region West)

(08.05.2026) Die neue Golfsaison 2026 ist gerade im April mit den ersten Spieltagen gestartet. Vor Alexander Schalk, seit über sieben Jahren einer von vier ehrenamtlichen Regionalleitern des Hessischen Golfverbandes (HGV), liegt wieder eine lange Golfsaison, die mit dem Saisonfinale im September endet. Bis dahin sind acht Spieltage in der Region Hessen-West vorzubereiten und zusammen mit den Clubs der Region durchzuführen. GOLFKIDS.FUN sprach mit ihm nach dem ersten Spieltag, der für ihn morgens um kurz nach 7.00 Uhr auf der Anlage in Hofheim bei Frankfurt am Main begann und gegen 20.15 Uhr endete.

In Hofheim warteten rund 170 Golfkids darauf, an der "First Drive Tour", der "Challenge Tour 9" und der "Challenge Tour 18" teilzunehmen. Ist bei dir immer so viel los?

Ja, in der Tat! In der Jugendregion Hessen-West, die ich leite, gibt es erfreulicherweise sehr viele Golfkids, die gerne bei unseren Turnieren mitspielen möchten. Gerade der Spieltag in Hofheim, aber auch der im Frankfurter Golfclub, sind in der Regel vollständig ausgebucht oder sogar überbucht.

Das bringt die Clubs durchaus an die logistischen Grenzen, alle drei Wettspiele an einem Tag auf ihrer Anlage durchzuführen und bedeutet lange Tage für mich. Aber es ist mir ein Herzensanliegen, möglichst vielen - idealerweise allen, die möchten - die Möglichkeit zum Mitspielen zu bieten!

Also bist du so etwas wie ein Turnierdirektor?

Die Hauptaufgabe besteht in der Durchführung der Saisonturniere für die Challenge Touren und die First Drive Tour in der eigenen Region. Dazu stimme ich über die Winterzeit die Spieltage mit den Clubs ab und stelle den Saisonkalender zusammen. In der Woche vor dem Spieltag läuft dann die "heiße Phase" der Vorbereitung im Wechselspiel zwischen der Verbands-Geschäftsstelle und dem jeweiligen Clubsekretariat. Am Spieltag selbst bin ich der erste Ansprechpartner vor Ort für den Verband und übernehme auch die Spielleitung. Ein Highlight in jeder Saison ist auch immer das Saisonfinale, bei dem die besten Golfkids der Challenge Touren in Auswahlmannschaften der Regionen gegeneinander antreten und den Hessenmeistertitel ausspielen. Dabei übernehme ich die Rolle des Mannschaftskapitäns.

Was für Aufgaben hast du als ehrenamtlicher Regionalleiter noch?

Ergänzend zur operativen Umsetzung bin ich als Regionalleiter auch in die Weiterentwicklung unseres Wettspielangebots eingebunden. Hier sind die während der Saison vor Ort gemachten Erfahrungen ein wertvoller Input für Optimierungsideen, wie das vor einigen Jahren eingeführte Format des "Challenge Tour Majors" für unsere sehr guten Golfkids. Wir haben nämlich gemerkt, dass wir für diese Zielgruppe kein passendes, attraktives Wettspielangebot hatten. Mit der Major-Serie haben wir diese Lücke schließen können.

Das klingt alles ganz schön stressig. Sind da nicht viele Wochenenden im Jahr geblockt, kommst du überhaupt noch selbst mal zum Golfen?

Das eigene Golfspiel leidet tatsächlich etwas, was aber - offen gestanden - nicht nur an meiner Tätigkeit als Regionalleiter liegt. Glücklicherweise schaffe ich es aber schon noch, relativ regelmäßig selbst die Schläger in die Hand zu nehmen. Aber ja, an den Wettspieltagen meiner Region bleiben meine eigenen Schläger zu Hause. Dann spielt unser Golfnachwuchs!

Was macht dir bei der Regionalleitung am meisten Spaß, was nervt dich?

Ich finde es immer wieder toll zu sehen, mit welchem Engagement und welcher Begeisterung die Golfkids unseren Sport ausüben. Wenn die Kids von der Golfrunde kommen, begeistert von ihren tollen Schlägen und Ergebnissen berichten und dann direkt auf's Übungsgrün marschieren, um dort Puttspiele mit ihren Golffreunden zu machen, freut mich das sehr zu sehen!

Die Entwicklung der Kids zu begleiten, sowohl im Golferischen, aber auch in Bezug auf ihre persönliche Entwicklung, ist für mich immer wieder eine großartige Erfahrung. Einige der Kinder, die bei uns auf der First Drive Tour ihre ersten Turniererfahrungen gemacht haben, spielen heute hervorragendes Golf und haben sich zu tollen Persönlichkeiten entwickelt.

Was nervt: Die 10. Nachfrage "Wann ist endlich Siegerehrung?", wenn gerade wieder einmal der Computer streikt und wir die Ergebnisliste nicht aus dem System gedruckt bekommen.

Alexander Schalk mit Pokal bei der Siegerehrung | Bild: Jan-Felix S.

Wie bist du eigentlich dazu gekommen?

Mein Sohn Maximilian ist selbst mit etwa sechs Jahren bei der First Drive Tour in das Turniergeschehen eingestiegen. In den ersten Jahren war ich regelmäßig als Betreuer dabei und habe dabei auch hin und wieder bei der Turnierorganisation im Hintergrund unterstützt.

Ende 2018 wurde dann für die Region West eine neue Regionalleitung gesucht. Christian Otto, der damalige HGV-Jugendwart, fragte Philip Gramberg und mich, ob wir die Aufgabe übernehmen wollten. Für uns war der Schritt von "Wir sind an den Wettspieltagen ohnehin auf der Anlage" hin zu "Wir übernehmen auch die Regionalleitung" inhaltlich nicht groß und so sind wir mit der Saison 2019 offiziell eingestiegen.

Großes Interesse bei der Siegerehrung, es geht um Team- und Einzelwertungen | Bild: Jan-Felix S.

Können die Kinder in diesem Alter das überhaupt? Ist das nicht eine zu hohe Anforderung, vor allem bei schlechtem Wetter?

Diese Frage beziehungsweise den Einwand höre ich immer wieder einmal von den Eltern. Tatsächlich absolvieren nahezu alle Golfkids problemlos die Wettspiele. Nur in sehr wenigen Fällen muss ich helfen, beispielsweise wenn ein Kind auf der Runde von einer Wespe gestochen wurde oder eine Blase im Schuh Schmerzen bereitet.

Das Design unserer Turniere ist ja an die alters- und entwicklungsmäßigen Voraussetzungen angepasst. Die Jüngsten spielen nur 9 Löcher von verkürzten Abschlägen und werden dabei von einem Erwachsenen begleitet. In den Challenge Touren werden die Distanzen länger und die besseren und meist auch etwas älteren Challenge-18-Golfkids spielen eine normale, vollständige 18-Loch-Golfrunde. Grundvoraussetzung dafür ist allerdings eine gute Regen- und Kälteschutzkleidung für die Tage mit unangenehmen Wetterbedingungen sowie ausreichend Getränke, Insekten- und Sonnenschutz für die Sommertage!

In der Region West gibt es bei den Siegerehrungen nicht nur Pokale, sondern auch Logobälle und Gummibärchen | Bild: Jan-Felix S.

Die Jugend Turnierserien des Hessischen Golfverbandes

First Drive Tour

Bei der First Drive Tour geht es darum, Kinder von etwa acht bis zu zehn Jahren spielerisch an Golfturniere heranzuführen. Sie lernen so, wenn sie schon über eine gewisse Spielerfahrung verfügen, neben ihrem Heimatclub nicht nur unterschiedliche Golfplätze kennen, sondern auch andere Kinder in ihrem Alter mit Spaß an Golf.

An den Turniertagen sind die Kinder die Nummer 1 auf dem Golfplatz. Die Turniere gehen in drei Altersklassen über neun Löcher und werden nicht Handicap relevant gespielt. Außerdem sind die Abschläge auf längstens 200 Meter verkürzt. Die Flights werden – meist von Eltern – begleitet, die die Golfkids beim Zählen und bei Regelfragen unterstützen. Es gibt Tagespreise, wie Pokale, mitunter Medaillen oder Logobälle, sowie eine Jahres-Teamwertung.

Herzliches Willkommen der HGV Jugend Turnierserien im Frankfurter Golfclub (FGC) | Bild: Jan-Felix S.

Fotos: Jan-Felix S.

Challenge Touren 9 und 18

Die Challenge Turniere richten sich an Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren. Über neun Löcher – ebenfalls noch in begleiteten Dreierflights – spielen diejenigen Golfkids mit mindestens Platzreife bis zu einem HCPI von 36,1. Darunter geht es über 18 Löcher, dann unbegleitet.

Alle Turniere werden vorgabewirksam gewertet. Bei den Challenge Turnieren zählt der Breitensportgedanke noch etwas mehr. Die Spielergebnisse sind vielfach indes schon sehr beachtlich. Es gibt Tagespreise (meist Wertgutscheine von Golfshops) ebenso wie Ranglisten und Hessenligen mit Jahres-Einzel- und Teamwertungen.

Saisonhöhepunkt ist das jährliche Herbstfinale, wo die Teams aus allen vier hessischen Golfregionen den Titel "Meister der Challenge Tour" ausspielen.

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